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Substanz:
DMT (Dimethyltryptamin) ist eine serotoninverwandte, natürlich vorkommende Substanz, die aber auch synthetisch hergestellt werden kann. Sie wird in vielen Teilen der Welt in Schnupfmitteln, Heilgetränken, Rauschdrogen etc. konsumiert.
Der Wirkstoff DMT ist in Pflanzen wie: Psychotria viridis (Chakruna-Strauch),
Arundo donax (Pfahlrohr, Riesenschilf), Phragmites australis (Gemeines
Schilfrohr), Anadenanthera peregrina (Cohoba) oder Mimosa tenuiflora
(Jurema). Das in der Ayahuasca-Zubereitung
enthaltene DMT stammt dagegen nicht aus der Ayahuasca-Liane [welches
Harmin+Harmalin enthält], sondern aus den Blättern des
oben erwähnten Chakruna-Strauches.
DMT wurde auch im Menschen und in Tieren nachgewiesen. Es besteht die Vermutung, dass DMT beim Träumen eine Rolle spielt. Bei DMT handelt es sich genau wie bei Psilocybin (dem Wirkstoff in "Zauberpilzen") um ein Tryptamin.
Konsumform:
DMT in isolierter Form wird psychoaktiv allein dann wirksam,
wenn es geraucht oder geschnupft wird. Bei oraler Aufnahme ist es
nur in Verbindung mit MAO-Hemmern
(Stoffe, die die Wirksamkeit von Serotonin,
Adrenalin usw. aufrechterhalten)
wirksam [z.B. mit Harmin].
Bei dem psychoaktiv wirksamen Trank Ayahuasca
handelt es sich um eine solche Kombination.
Wirkung:
Die Wirkung von DMT ähnelt der Wirkung von LSD.
Beide Substanzen binden sich an den gleichen Serotonin-Rezeptor.
Trotzdem werden beide Wirkungsweisen als sehr spezifisch beschrieben
und sind eigentlich nicht vergleichbar.
Euphorie, leichte Erregbarkeit, Halluzinationen, Bewusstseinsverlust und Verwirrtheitszustände sind beim Konsum von DMT möglich.
Die eigentliche Wirkung setzt rasch ein und dauert nur einige Minuten. Danach befindet man sich für ca. 30-60 Minuten in einem Meta-Zustand, in dem man das Rauscherlebnis erstmal verarbeiten muss.
Welche Wirkungen DMT genau entfaltet, ist von KonsumentIn zu KonsumentIn und von Situation zu Situation unterschiedlich.
Nicht selten werden unter DMT-Wirkung auch Nah-Tod-Erfahrungen (Ich-Aufösung) und das Eintreten in bizzare Welten beschrieben.
Nebenwirkungen:
Beim DMT-Konsum sind Übelkeit, Erbrechen, Anstieg der Herzfrequenz, leicht beschleunigtes Atmen, erhöhter Blutdruck, Pupillenerweiterung, vermehrter Speichelfluss, Zittern, Unruhe und Kopfschmerzen möglich.
Das Risiko beim Konsum von DMT oder DMT-haltigen Substanzen liegt weniger im körperlichen, sondern eher im psychischen Bereich.
Latente (verborgene) Psychosen können ausgelöst werden.
Entstehende Wahrnehmungsveränderungen können bei manchen
Menschen als traumatische Erfahrung erlebt werden. Angstzustände
und Bad Trips sind möglich.
Wechselwirkungen:
Vorsicht bei Kombinationen mit anderen Halluzinogenen!
Psychische Folgen [Auslösen von psychischen Strungen etc.]
sind nicht kalkulierbar.
DMT kann mit verschiedenen MAO-Hemmern
kombiniert werden, um orale Wiksamkeit zu erzielen und die Rauschdauer
zu verlängern. Dabei ist jedoch, wie bei allen Formen von Mischkonsum,
Vorsicht geboten. Risiken sind in den meisten Fällen nicht
abzuschätzen.
Extrakte DMT-haltiger Pflanzenteile liegen manchmal in Form eines alkoholischen Auszuges vor. Dieser dient dazu, den eigentlichen Wirkstoff zu konzentrieren bzw. zu konservieren. Mischkonsum von DMT und Alkohol ist ansonsten generell nicht zu empfehlen.
DMT plus Lachgas: Diese Kombi kann zu Amnesie [Gedächtnisverlust] und Bewusstlosigkeit führen.
Safer Use:
Wenn Du Angst vor der DMT-Wirkung hast, verzichte ganz auf den Konsum!
Du solltest DMT auch nicht konsumieren, wenn Du schlecht drauf bist oder Dich unwohl fühlst. Die Wahrscheinlichkeit eines negativen Rauscherlebnisses wird ansonsten grösser.
Konsumiere DMT in angenehmer Umgebung, dort wo Du Dich wohl fühlst, und immer mit Menschen, denen Du vertraust. Verzichte auf Mischkonsum mit anderen Substanzen. Dosiere erst einmal niedrig.
Mach Konsumpausen. Du brauchst die Zeit, um Dich zu erholen und
den Trip zu verarbeiten.
Auch wenn Deiner Meinung nach vorm Trip alles perfekt war: Halluzinogene Trips können unangenehm verlaufen. Auch diese negativen Rauscherlebnisse können verarbeitet werden, wenn Du ihren Stellenwert erkennst und sie in die eigene Persönlichkeitsentwicklung einordnen kannst. Dazu benötigt es aber Zeit und intensive Auseinandersetzung.
Bedenke, dass DMT dem BtmG
unterliegt! Besitz und Weitergabe
von DMT oder DMT-haltigen Stoffen [Pflanzenteile, Extrakte] zum
Zwecke der Berauschung sind nicht erlaubt. Der Besitz
von DMT-haltigen Pflanzen aus botanischen oder dekorativen Gründen
ist dagegen gesetzlich nicht zu verbieten.
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