STARTMENUEZURUECK

   
   
[STATISTIK]
[SONICS]
[BASICS]
[DOWNLOAD]
[BÜCHER]

BASICS

European Network for Rave Culture and Drug Awareness

 
 

MEMBERS:
Technoplus (Paris, France). Technoplus Pays d'Oc (Montpellier, France).
Keep Smiling (Lyon, France). Tipi (Marseille, France).
Livello 57 (Bologna, Italy). Energy Control (Barcelona, Spain).
Crew 2000 (Edinburg, UK). Alice Project (Frankfurt, Germany).
Drug Scouts (Leipzig, Germany). Eclipse (Berlin, Germany).

 

 

 

Resolution zur Drogenpolitik
der Selbstorganisationen aus der europäischen Technokultur
(02/1997)

In den vergangenen zwanzig Jahren hat die Sucht- und Drogenpolitik ihr Scheitern bewiesen: Sie konnte weder den Handel noch den Gebrauch verringern, sondern hat im Gegenteil die Verletzbarkeit der Menschen noch erhöht. Das Auftauchen einer Krankheit wie Aids und das erneute Ansteigen der Hepatitiszahlen hat die Ineffizienz dieser Politik nur noch deutlicher gezeigt.

Angesichts dieser, auf der Binomie Unterdrückung/Behandlung basierenden Politik, entstand ein pragmatischer Ansatz, der den Gebraucher in seiner Praxis anerkennt und die damit verbundenen Risiken zu mindern versucht, und der eine Reihe von Möglichkeiten bietet, angefangen bei der Verhinderung des Gebrauchs bis hin zur Minderung der Gesundheitsrisiken.

Wir stellen fest, daß die Behörden angesichts einer neuen Kultur und neuer Drogengebrauchsformen erneut mit Verbot und Verteufelung reagieren und somit ein erneutes Scheitern der gesundheitsfördernden Drogenpolitik riskieren.

Die Technokultur als erste sich in ganz Europa simultan entwickelnden Musik- und Jugendkultur hat in allen Regionen Europas ähnliche Ausdrucksformen gefunden, zu denen häufig auch ein szenetypischer Drogengebrauch gehört. Jetzt, da sich ein gemeinsames Europa bildet, - sowohl politisch und wirtschaftlich, als auch durch diese neue Kultur - stellen wir fest: auch die Technokultur kennt keine Grenzen. Allerdings nehmen die einzelnen europäischen Länder bezüglich der Drogengesetzgebung und vor allem deren Umsetzung unterschiedliche Positionen ein. Diese verschiedenen Vorgehensweisen machen die bestehenden - zum Teil konträren - Ansätze unglaubwürdig.

Wir, die europäischen Selbstorganisationen aus der Technokultur, bekräftigen, daß jede Politik der Risikominderung bei dem Gebrauch von Partydrogen, die erfolgreich sein soll, nur mit der aktiven Beteiligung der Mitarbeiter der verschiedenen Einrichtungen, der in die Technoszene eingebundenen Menschen und vor allem der Drogengebraucher selbst und in Verbindung mit einer Harmonisierung auf europäischer Ebene stattfinden kann.

Deshalb gründen wir ein europäisches Netzwerk von Techno-Selbstorganisationen, um mit den politischen Kräften eine echte Politik der öffentlichen Gesundheitsförderung und Risikominderung im Zusammenhang mit dem neuen Drogengebrauch zu erarbeiten. Wir setzen uns als erste Ziele, die betreffenden europäischen Vereinigungen in diesem Netzwerk zu bündeln, die verschiedenen Präventionsansätze zu sammeln, auszuwerten und publik zu machen. Darüber hinaus werden wir die Auswirkungen der jeweiligen nationalen Drogenpolitik auf die Situation der Gebraucher evaluieren. Gleichzeitig wird uns die Gegenüberstellung unserer Praktiken ermöglichen, unsere eigene Kompetenz zu erhöhen.

 
 
 

Kontakt:

BASICS

c/oTechno Plus
64, rue Jean-Pierre Timbaud
75011 Paris
Tel : + 33 (0) 1 49 29 90 30
Fax : + 33 (0) 1 49 29 90 31
E.mail : tplus@club-internet.fr
Coordinateur : Thierry CHARLOIS
Port. : + 33 (0) 6 03 82 97 19
http://www.basics-network.org