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CAFFEE
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CAFFEE
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CAFFEE  
   
     
Substanz

Kern der Frucht des Kaffeebaums (Kaffeekirsche). Der am weitesten verbreitete Kaffeebaum heißt Coffea arabica. Die Kerne der reifen Früchte des Kaffeestrauches werden als Kaffeebohnen bezeichnet. Nachdem die reifen Früchte von Hand geerntet wurden, werden sie getrocknet und danach geröstet.

Es gibt verschiedene Sorten und Konsumformen:
Kolumbianischer Kaffee, Türkischer Mokka, Italienischer Espresso, koffeinfreie Kaffeesorten etc. Es ist aber möglich, die Beeren des Kaffeestrauches zu kauen.

Als Hauptwirkstoff gilt das Koffein (Menge Koffein in 150 ml/einer Tasse mittelstarkem Kaffee: Kaffee gemahlen: 80 - 90 mg, Instantkaffee: 60 mg, Kaffee entkoffeiniert: 3 mg). Es gehört, wie z.B. auch das Tein im Tee und das Theobromin im Kakao, zur Stoffgruppe der Alkaloide. Aufgrund der stofflichen Ähnlichkeit ist auch die Wirkung auf den menschlichen Organismus ähnlich.

Neben dem Koffein sind weitere Inhaltsstoffe für das unverwechselbare Aroma verantwortlich: bestimmte Gerbstoffe, Säuren, Kohlenhydrate und ein großer Anteil an bisher unbekannten Substanzen, die zum Teil erst beim Rösten oder beim Aufguss entstehen.

Die Konzentration der unterschiedlichen Inhalts- und Wirkstoffe im Kaffee variiert, abhängig vom Mischungsverhältnis der verwendeten Rohkaffeesorten, der Herkunft, dem Röstverfahren und der Zubereitung.

 


     
Wirkung

Koffein wirkt als milder, positiver Verstärker- als Stimulator der Belohnungs- und Lustzentren im Gehirn. Es macht wach, beschleunigt den Herzschlag und regt die Verdauung an.

Je nach Dosierung, die individuell verschieden und vom Grad der Gewöhnung abhängig ist, wird die geistige Leistungsfähigkeit durch die kreislaufanregende, durchblutungsfördernde Wirkung vorübergehend unterstützt. So können die Konzentrationsfähigkeit verbessert und depressive Verstimmungen behoben werden. Mitunter kann eine Tasse Kaffee auch Kopfschmerzen vertreiben.

Forschungsergebnisse [Uni Zürich] weisen allerdings nach, dass auch entkoffeinierter Kaffee anregend auf den Organismus wirkt. Das heißt, dass im Kaffee noch weitere Inhaltsstoffe enthalten sein müssen, durch die die Nervenaktivität gesteigert wird. Diese sind allerdings bisher unbekannt.

Die tödliche Dosis von Koffein wird zwischen 5 und 30g vermutet (also ca. 50 bis 300 Tassen Kaffee).


     
Kurzzeit- nebenwirkungen

Anstieg des Blutdruckes und der Körpertemperatur, Anregung der Aktivitäten der Nieren, in Einzelfällen scheint Kaffeegenuss auch ein Auslöser für Kopfschmerzen zu sein. Kaffeekonsum verstärkt den Harndrang, hat eine austrocknende (dehydrierende) Wirkung, regt die Schweißbildung an und unterdrückt das Hungergefühl.

U.a. wird Adrenalin verstärkt ausgestoßen - das kann bei hohen Dosen auch zur Pupillenerweiterung führen. Bei sehr hohen Dosen kann es zu Schweißausbrüchen, Herzflattern, Herzrhythmusstörungen, starken Wahrnehmungsstörungen, Zittern, Nervosität und Schlafstörungen kommen.

Die Chlorogensäure ist für den Säuregehalt des Kaffees verantwortlich und bewirkt in großen Mengen einen sauren Magen mit Sodbrennen und stechenden Schmerzen. Außerdem werden die Zähne angegriffen.

     
Langzeit- nebenwirkungen

Dauerhafter & regelmäßiger Genuss von mind. 1-3 Tassen koffeinhaltigen Kaffees am Tag kann zur Ausbildung einer körperlichen Abhängigkeit führen: Diese ist zwar meist relativ unproblematisch, bei Entzug können allerdings körperliche Symptome auftreten. Sie reichen je nach Dosis und körperlichen Voraussetzungen von leichten Kopfschmerzen, starker Nervosität, Müdigkeit, Erbrechen bis hin zu Bewegungs- und Konzentrationsstörungen.
Der Säuregehalt des Kaffees befördert langfristig die Bildung von Magengeschwüre. Über weitere körperliche Schäden durch Koffein ist derzeit nichts bekannt.

     
Wechsel- wirkungen Die Behauptung, dass Kaffee nach einer "durchzechten" Nacht wieder nüchtern(er) macht, ist widerlegt.
Bei Mischkonsum mit anderen Drogen [v.a. mit anregenden und aufputschenden Substanzen] wird der Organismus zusätzlich belastet. Durch die harntreibende Wirkung steigt die Gefahr der Austrocknung des Körpers.
     
Safer use

Gebrühter [türkischer] oder mit Heißdampf zubereiteter Kaffee ist weniger schädlich als Filterkaffee. Die Papier-Filtertüte hält Kaffee-Öle zurück, die schädliche Gerbstoffe im Getränk binden würden. Auch wenn die Werbung anderes verspricht, Kaffee aus der Filtertüte hat auch weniger Aroma! Also besser Kaffee aus der Espressomaschine, Cafetera oder der French-Press-Kanne [Stempelkanne]!

Extrem billiger Kaffee ist oft schärfer geröstet, um die mindere Qualität der rohen Bohnen zu übertünchen. Dieser Kaffee greift die Magenschleimwände besonders stark an.

Industriell produzierter Fertigkaffee in Dosen ist häufig vollkommen überdosiert und meist auch viel zu süß (ca. 110-150 mg Koffein pro Dose = fast soviel wie 2 Tassen Kaffee und 3-4 Stück Würfelzucker).

Menschen mit stark erhöhtem Blutdruck, extrem hohen Cholesterinwerten, Erkrankungen des Verdauungssystems oder Herz-Kreislauferkrankungen sollten ihren Kaffeekonsum überprüfen und gegebenenfalls einschränken bzw. völlig darauf verzichten.

Vorsicht bei Übermüdung und verantwortungsvollen Tätigkeiten wie Autofahren: Kaffee funktioniert nur kurz als Wachmacher! Überschätzung, Gereiztheit, "Überkonzentration" setzen schon nach kurzer Zeit verstärkt wieder ein, die Leistungskurve fällt jedoch unter ein noch niedrigeres Niveau als vor dem Konsum. Koffein kann Deine Fahrtüchtigkeit also auch einschränken!

In den Stunden vor dem Schlafengehen sollte man die Kaffeedose im Schrank lassen. Es gibt zwar auch Menschen, denen Koffein das Einschlafen erleichtert, man hat aber herausgefunden, dass auch bei ihnen der Tiefschlafanteil, der für die Regeneration des Körpers wichtig ist, wesentlich kürzer ausfällt.

Es wird vermutet, Kaffee entziehe unserem Körper Vitamine und Mineralstoffe, was medizinisch allerdings unseres Wissens bisher nicht nachgewiesen wurde. Vorsichtshalber bei hohem Kaffeekonsum an eine besonders ausgewogene und gesunde Ernährung denken.

     
Female special   Schwangeren Frauen wird empfohlen, den Genuss von Kaffee zu begrenzen (nicht mehr als 300 mg pro Tag, das entspricht ca. 2 Tassen starken Kaffees).

Die Wirkungen von Koffein in der Schwangerschaft sind noch nicht eindeutig geklärt. Vermutet werden bislang folgende Auswirkungen bei starkem Konsum: Niedriges Geburtsgewicht, Wachstumsverzögerung im Uterus und erhöhte Gefahr von Fehlgeburten, da Koffein durch die Plazentaschranke treten kann.
     
   

Diese Informationen sind keine Anleitung oder Motivierung zum Konsum!

Dieser Text wurde nach bestem Wissen und Gewissen verfasst. Dennoch können Irrtümer nicht ausgeschlossen werden. Die Drug Scouts übernehmen keine Haftung für Schäden, die durch irgendeine Art der Nutzung der Informationen dieses Textes entstehen.

 

 

 

 

NEWS ZU KAFFEE

www.kaffee-netz.de

[ERFAHRUNGEN MIT CAFFEE]