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Die
im Nachhinein beschriebenen Ergebnisse wurden über einen Zeitraum
von 12 Monaten an drei verschiedenen Versuchsgruppen ermittelt
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ProbierkonsumentInnen (maximal 10 Konsumeinheiten E bisher),
- GelegenheitskonsumentInnen (mehr als 10 Konsumeinheiten E ohne
Abhängigkeitssyndrom von Stimulantien)
- DauerkonsumentInnen (mehr als 10 Konsumeinheiten E mit Abhängigkeitssyndrom
von Stimulantien).
Als
Kontrollgruppe dienten die KonsumentInnen anderer psychoaktiver
Substanzen ohne Ecstasy und Abstinente. Dabei gab es insgesamt 141
Probanden.
1.
Auswirkungen von Ecstasy auf Organe und/oder Organsysteme
Anhand
internistischer Untersuchungen konnte keine eindeutige Wirkungsweise
von Ecstasy auf einzelne Organsysteme nachgewiesen werden.
2.
Auswirkungen von Ecstasy auf die Psyche
Zusammenfassend
ist zu sagen, dass drogengebrauchsbedingte psychische Störungen
bei EcstasykonsumentInnen außerordentlich häufig sind. Bei mehr
als 1/4 der KonsumentInnen traten im Versuchsverlauf von 12 Monaten
psychotische Störungen, mit Halluzinationen, Personenverkennungen,
Wahn, Beziehungsideen oder psychomotorischen Störungen auf.
Auffällig
ist in diesem Zusammenhang, dass etwa 49% der DauerkonsumentInnen
und mindestens 22% der GelegenheitskonsumentInnen mindestens eine
Diagnose in der o.g. Kategorie hatten. Dabei stieg mit zunehmender
Ecstasydosis die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten psychischer
Erkrankungen rasant an. Im Ergebnis der Studie hängt die Diagnosehäufigkeit
von Persönlichkeitsstörungen mit der Menge des Ecstasykonsums und
dem Konsummuster (Dauerkonsum) zusammen.
Es
gibt Hinweise, die nicht eindeutig belegt werden konnten, dass der
Gebrauch von verschiedenen Substanzen in Verbindung mit Ecstasy
das Auftreten von psychotischen Störungen bedingt (fördert).
3.
Auswirkungen von Ecstasy auf Hirn- und Gedächtnisleistungen
Bei
37% der EcstasykonsumentInnen, die im Beigebrauch andere psychoaktive
Substanzen verwendeten, trat ein Amnestisches Syndrom (Beeinträchtigung
des Kurzzeitgedächtnisses) auf. Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen
können als wesentliche langfristige Folgen des Ecstasygebrauchs
bezeichnet werden. Ultraschallbefunde ergaben weiterhin diskrete
Hinweise auf Veränderungen der Hirndurchblutung.
Im
EEG (Messung der Hirnströme) wurde ein Abbau des hirnelektrischen
Leistungsgefüges nachgewiesen.
Nuklearmedizinisch (bildgebende Verfahren, wie z.B. Röntgen) konnte
anhand der vorliegenden Daten eine anhaltende Beeinträchtigung der
Hirnaktivität nicht ausgeschlossen werden.
4.
Kritik
Ungeklärt
bleibt auf der Grundlage der Ergebnisse der psychiatrischen Untersuchung,
ob es sich bei den festgestellten psychischen Störungen um Folgen
eines langfristigen Ecstasykonsums handelt, oder ob der Ecstasykonsum
nur als Bewältigungsstrategie der bereits bestehenden psychischen
Störung gewertet werden muss.
Weiterhin
gab es wahrscheinlich schon bei der Auswahl der Probanden Selektionseffekte,
die das Ergebnis der Studie von vornherein beeinflusst haben könnten.
Die meisten EcstasykonsumentInnen wurden in szenetypischen Lokalitäten
angesprochen. Personen mit schweren psychischen Störungen sind dort
sicher eher seltener anzutreffen. Damit wurde eine Reihe von psychischen
Störungen, wie Schizophrenien und schizotype wahnhafte Störungen
von vornherein ausgeschlossen.
Die Zahl der Probanden in der Studie
weist ebenfalls darauf hin, dass verallgemeinernde Schlüsse eher
vorsichtig zu ziehen wären. Weiterhin ist uns allen klar, dass Konsumverhalten
und Konsummuster in Abhängigkeit von der Verfassung des Konsumenten
sehr vielfältig in ihren Erscheinungsformen und in ihren Auswirkungen
sind.
Die
vollständige Studie
"Ecstasy" (von R. Thomasius)
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