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ERFAHRUNGEN MIT CANNABIS
| 321-330|

   

Passt auf!!!!,
15.12.2003

20 Jahre

Nordrhein-Westfalen

Hi,
als ich mir einige berichte durchlas, bemerkte ich, dass die meinungen gespalten sind. Die einen meinen (die hilflose fraktion), dass kiffen absolut nicht schädlich ist, die anderen nehmen die ganze angelegenheit echt ernst. Find ich cool, da ich den ganzen scheiss über jahre selbst durchgemacht hab.

Fing an mit gelegendlichem smoken bis dann später eine abhängigkeit draus entstand. (jeden tag min. 1gr., schlafstörungen ohne gutnacht köppe, lieber piece gekauft als was zu essen, aggros im cleanen zustand, usw.)

Nun sind 5 jahre vergangen und ich habs endlich geschnallt, dass der dauerkonsum einen echt verkacken lässt. Und das ich mir mit so einem scheiss nicht ein Teil meines EINZIGEN lebens kaputt machen will. War meisst pleite, hatte fasst nur noch kiffen im kopf, meinem herz (auch durch andere drogen) und meinem körper gings nicht gerade berauschend, und viele andere dinge-die liste ist lang.

Kiffen ist in einem geregeltem Maße ok, besser als alk, doch passt auf das euer shit euch nicht regiert. Dann wirds ziemlich schwer den inneren schweinehund zu besiegen und von der abhängigkeit loszukommen. ich weiss, dass jeder mensch anders ist, doch viele haben die gleiche sichtweise.

Nun barz ich nur noch 2-3 im monat (nur noch joints) und es ist ein geiles gefühl wieder genügend geld für nützliche dinge zu haben und ab und zu breit zu sein.

ciao leute............................

   

angst,
16.12.2003

20 Jahre

München

hi leute
ich habe eine frage, bitte helft mir:

und zwar kiffe zeit ca 3 jahren regelmässig. vor 6 monaten habe ich angefangen teile zu schmeissen und jezt vor 1 monat habe ich mit dem teile aufgehört.
ich kann garnichts mehr rauchen, ich ziehe 2 mal joint ich bekomme einfach angst, herz rasen, zittern, verfolgungswahn. ich denke nur an sterben. ich griege kein luft und das auch nur ca 3-4 stunden.

ich weiss garnicht mehr was ich machen soll, ich vermisse das richtig dicht sein. bitte schreibt was, gibt mir ein tipp - werde ich irgenwann normal rauchen können?????

   

Cannabis,
17.12.2003

26 Jahre

Baden-Würtemberg

Hi Leute,
hab acht jahre täglich gekifft bis mich die bullen erwischten, dann musste ich leider bis zum heutigen tag aufhören, muss noch abpissen gehen.

freu mich aber jetzt schon tierisch auf mein erstes köpfchen. versteh bis heut nur noch net warum die des zeug verbieten, is es beste was einem wiederfahren kann.

GRUSS AN ALLE KIFFER, MACHT WEITER SO. IS BESTIMMT KEIN FEHLER!!!

   

Von wegen völlig harmlos,
20.12.2003

31 Jahre

Nordrhein-Westfalen

Also, ich muß jetzt mal meine Erfahrung schildern, denn ich kann nur sagen, dass Cannabis nicht einfach nur harmlos und spaßig ist.

Ich habe 2 Jahre lang gekifft, zum Schluß hin immer häufiger (fast jeden Tag). Ich fand´s ´ne ganze Weile auch easy und lustig, dachte das Zeug ist voll harmlos. Bis zu dem Tag an dem ich Angstzustände und Panikattacken bekam und in der Klinik gelandet bin.

Es ist erwiesen, dass Cannabis diverse psychische Erkrankungen auslösen kann, z.B. Angsterkrankungen, Psychosen usw. Wer ein mal Leute mit Psychosen gesehen und erlebt hat oder selber unter Angstzuständen leidet, dem vergeht dann vielleicht auch die Lust auf diese angeblich so harmlose Droge.

Ich für meinen Teil werde es sicher niemals mehr anpacken, auch wenn ich zugegebenermaßen Verlangen danach verspüre.
Aber meine Gesundheit ist mir allemale wichtiger als dieser Mist!!!

   

Kein Spass mehr!,
26.12.2003

21 Jahre

Hamburg

Hallo Leute,

mit 15 Jahren habe ich meinen ersten Kopf geraucht. Ich fands cool! HAB MICH TOTGELACHT DAMALS.
Sehr schnell habe ich dann auch alle Feinheiten und Möglichkeiten das Zeug zu rauchen gelernt. Ich rauchte immer mehr, die Köpfe wurden größer. (gestopft mit haufen auf dem haufen ;) Kiffen war mein Zustand.

5 Jahre und 47 Bongs später habe ich dann beschlossen aufzuhören. Nicht für immer aber mind. solange bis ich meine Schule richtig abgeschlossen habe.

Gesagt getan, war ne harte Zeit.. 3 Monate ohne. Schule war fast beendet und ich wollte unbedingt wieder!!! Hab n Freund getroffen mit ihm schön ne dicke Jole gebaut wie damals, geraucht, Playstation gespielt und dann BAMM!!

Alles war plötzlich komisch, Realität brach um mich herum zusammen, und ich bekam ANGST! Ich habs noch geschafft nach hause zu kommen, mich in mein Bett zu legen und die Decken über den Kopf zu ziehen. 4 Tage habe ich gebraucht um wieder vor die Tür gehen zu können. langsam wurde mir bewusst das ich sowas wie eine Psychose haben könnte.

Dieser Tag hat mein Leben verändert!! Ich habe gelernt mit meiner Angst zu leben (seit 2 Jahren) kommt aber teilweise zu heftig wieder, dass ich auch MACHTLOS bin dabei noch ruhig zu bleiben. (Angst vor großen Plätzen!)

Ganz egal wie lange jemand Kifft, es kann immer so etwas passieren. Ich kann nie wieder was rauchen, sonst könnte ich mich gleich einliefern. In mir hat es damals etwas ausgelöst womit ich niemals gerechnet habe!

Die Psyche ist sehr SENSIBEL!!!!!

   

Zuviele kiffen zuviel?,
29.12.2003

38 Jahre

Hessen

Hallo Ihr da draussen!!
Bin als Arzt in einer psychiatrischen Klinik tätig.

Wir sehen seit Jahren vermehrt Leute, die mit einem Konsum ab ca 1/2 Gramm Shit täglich auf Dauer massive Probleme kriegen, mit Schule/Ausbildung/Leuten nicht mehr klar kommen (dann z.B. nicht mehr hingehen...), psychotische Symptome wie Wahnvorstellungen oder Halluzinationen kriegen. Oder einfach Angst kriegen. Einfach Angst.

Die nur so abhängen ("Amotivationales Syndrom" = Kein Bock auf garnichts in allen Stärken/Ausprägungen) sehen wir eher nicht, die versanden eventuell über die Jahre in ihrem Zimmerchen, rauchen, hören Musik....

Ursache dafür ist meines Erachtens neben der individuellen Empfindlichkeit/Empfänglichkeit die Dosis. Die Dosis macht das Gift!!! Zwei, drei Tüten mal am Wochenende werden wahrscheinlich nix schlimmes mit Dir machen.

Über die Möglichkeit einer psychischen Abhängigkeit von Cannabis braucht man nicht zu diskutieren. Braucht man nur die Berichte lesen. Scheisse, Leute, das ist suchtmäßig ähnlich wie mit Alk oder anderen Suchtstoffen.
Wobei a) ich mit Leuten mit Alkproblemen mindestens zehnmal soviel Arbeit habe wie mit Kiffern.
b) es keine ausgeprägte körperliche Entzugssymptomatik gibt und c) Kiffen eher schleichend angreift.

An hohe Dosierungen gewöhnt man sich rasch, toll, gibt ja auch keinen Kater, Kopf ist nach drei/vier Stunden wieder frei... Kiffen ist auf eine Art sozialverträglicher, indem es nicht fremdaggressiv macht. u.s.w.

Mir fällt auf, daß viele von ihren Führerscheinproblemen schreiben. Vielleicht ganz gut für Eure Köpfe, zu sehen, daß es auch ohne geht. Wobei ich nicht verhehlen will, daß m.E. vom Staat da einiges vielleicht etwas eng gesehen wird.

Nicht ihr verändert Euch durch Rauchen. Es verändert Euch.

Ich überlege grade, wieviel Gramm Haschisch einem Liter Wein entsprechen könnten. Hm, Vorschlag: 1g Haschisch ~ 1l Wein, oder eher 0.5g ~ 1l Wein??? Kommt nicht aufs letzte Zehntel Gramm an!
Mit wieviel Dope wollt Ihr Eure Neurotransmittersysteme traktieren? Steter Tropfen höhlt die Leber! Sage ich dem Alki...

Lest die Berichte über nachlassende Wirkung, Wahrnehmungsstörungen, Paranoia, sich-hängen-lassen, Schule schmeissen, bloß-kein-Streß-haben-wollen... Euer Leben ist (hoffentlich) nicht mit 20 oder 25 oder 30 zu Ende!!!

Noch weitere Beobachtungen:
Die meisten Leute mit Kiffproblem haben auch eine Nikotinabhängigkeit.
Viele Leute mit Kiffproblem trinken auch gerne Alk., auch ersatzwiese, was halt da ist. Nikotin ist DIE Einstiegsdroge. Für Alk., für Junk. Für fast alles.

So, genug erstmal.
Ich wünsche Euch ein gutes Händchen mit Euren Drogen! Und zwischendurch sich mal gefragt: "Wozu muß ich mir jetzt einen reinziehen?"

Wer hat Erfahrungen mit Kifferselbsthilfegruppen a la Anonyme Alkohopliker usw??

   

Cannabis,
29.12.2003

15 Jahre

Hessen

Hey Leutz
Hüte deine Tüte,
denn high sein heißt frei sein.
Die Sonne geht auf die Sonne geht unter,
ich bin voll drauf und komm net mehr runter!!!!!!
   

psychische abhaengigkeit,
29.12.2003

17 Jahre

Hessen

also leuts!!
ich habe mir jetzt hier schon einige erfahrungsberichte durchgelesen, moechte aber nur mal meinen senf zum thema cannabis dazugeben :)

ganz nebenbei: ich habe mit 13 das erste mal gekifft un das letzte mal mit 16. manchmal nur auf partys, in anderen zeitabschnitten jeden tag mehrmals.

aber was ich eigentlich sagen moechte:
hier schreiben eine menge leute immer, cannabis waere ja nich sooo schlimm, da es ja NUR psychisch abhaengig machen wuerde. also, ich persoenlich finde eine psychische sucht viel schlimmer als eine physische (ich habe allerdings noch keinen drogenentzug hinter mir, sprich war noch nie koerperlich abhaengig).

jetzt kommen bestimmt so sprueche wie: "ey, was labert die denn rum, noch nie koerperliche abhaengigkeit gehabt, aber hier dick einen erzaehlen wollen..."

ich habe aber gruende fuer meine einstellung.
eine koerperliche sucht kann ueberwunden werden. man hat halt ne harte zeit, aber danach ist dein koerper entwoehnt.

ich sehe das problem allerdings bei jeder droge im geist un nich im koerper: schliesslich kommen einem doch wieder die gedanken: "oh, ich wuerd jetzt so gerne mal einen harzen..." un das ist doch das was einen wieder konsumieren laesst. un das ist bei keiner droge anders. hat man e genommen, sagt auch der geist spaeter: "uhh, das war so geil, muss ich noch mal machen."

in diesem sinne, denke ich einfach, dass die psychische sucht viel schlimmer ist als die physische. man kann den koerper von einer droge entwoehnen, aber wie soll man bitte seinem gehirn klarmachen, dass man noch nie drogen genommen hat un das sich der eigene kopf nur was einbildet.

erlebte dinge, die als positiv empfunden werden (in diesem falle drogenerlebnisse), lassen sich nich mehr verdraengen oder loeschen. un darin liegt meiner meinung nach das problem mit allen drogen. das zum themas: "cannabis macht ja nur psychisch abhaengig un nich koerperlich, also isses ja kein problem um zu konsumieren". hoffe, dass war nich zu verwirrend :)

in diesem sinne: stay clean un wenn nich, haltets in grenzen.

guten rutsch wuenscht penelope

   

wer kifft eigentlich nicht...,
03.01.2004

27 Jahre

Frankfurt/Main

GANZ WICHTIG -> eine physische abhängigkeit ist überhaupt nicht zu vergleichen mit einer psychischen! wer was anderes sagt hat keiner ahnung oder lügt.

habe einige erlebt, die von H oder crack versucht haben runterzukommen und es war nicht so wie, wenn ich mal 3 monate aufgehört habe, weil ich zu irgendeinem screening musste. keiner meiner freunde ist je von crack oder H runter. allerdings haben es auch nur die wenigsten kiffer geschafft...

ich habe das erste mal mit 13 gekifft und habe meinen konsum bis ich 18 war stetig gesteigert. ab dem zeitpunkt habe ich jeden tag 2-3 joints geraucht, zwischenzeitlich auch mal bongs, aber das war nichts so mein ding.

ich bin erstaunt von den vielen berichten über psychische erkrankungen, von wegen angstzuständen und so. ich weiss, dass sie vorkommen, ich will es auch nicht runterspielen, aber in meiner umwelt kiffen fast alle meine freunde. sie haben zwar alle probleme ohne kiffen, aber psychosen hat noch keiner bekommen. klar ist es scheisse, dass es keiner schafft davon wegzukommen, aber es liegt nur daran, dass es keiner richtig versucht. sie haben alle, jobs gehen studieren, kurz gesagt führen normale leben.

ich habe während meiner schule, studium und ausbildung täglich gekifft. nicht von morgens bis abends, aber dafür jeden abend. ich bin mir sicher, dass ich durch das kiffen nicht 100% meines potentials entfalten konnte, aber das wollte ich ohnehin nicht, da mir meine freizeit auch immer wichtiger war. ich kann mir auch sehr gut vorstellen, dass ich mich wahrscheinlich anders entwickelt hätte, wenn ich gar keine drogen genommen hätte (koks, pillen und trips waren auch dabei, aber wirklich nur in maßen), aber ich bin sehr zufrieden mit mir, mit der art wie ich denke und wie ich meine persönlichkeit sehe. vielleicht wäre ich gar nicht so geworden wie ich bin und das fände ich ziemlich schade.

wie arrogant und so werden jetzt einige sagen, aber es kommt ja auf die erfahrungen an, die man während seines konsums macht. wenn man die ganze zeit auf der bude hockt und einen topf nach dem anderen raucht, kommt man irgendwann schräg drauf. leute kennenlernen, diskutieren, malen, schreiben und so sachen sind wichtig.
klar, bin ich keiner, der immer irgendwas gemacht hat, wenn er stoned war, aber es wichtig, dass man erfahrungen die man macht während man stoned ist auch irgendwie mal überdenkt.

naja... in einem monat muss ich vielleicht wieder zu einem screening, (die firma wo ich anfangen will zu arbeiten macht das bei neueinstellungen so) und habe seit 2 Monaten überhaupt nicht mehr geraucht und davor nur mit wochen pausen. natürlich hat mich das aufhören einige willenskraft gekostet, zumal mein freundeskreis fast ausschliesslich aus kiffern besteht. ich habe aber festgestellt, dass ein nicht zu unterschätzender teil meiner abhängigkeit auf dem nikotin beruhte, dass ich mit meinen täglichen tüten geraucht habe, aber ich war nie ein kippenraucher.

im anschluss an meine nikotin theorie -> wenn man pur smash oder weed raucht, also ohne nikotin, erzielt man auch eine ganz andere wirkung, als mit nikotin. außerdem raucht man erheblich weniger und aufhören fällt auch viel leichter...

ALSO: kifft, aber hört nicht auf zu denken, dann kann auch nichts schief gehen!

   

Von wegen harmlos,
05.01.2004

31 Jahre

Nordrhein-Westfalen

Hallo erst mal,
hatte ja letztens hier schon mal was geschrieben.

Es freut mich, das sich mal ein Doc zu Wort gemeldet hat, denn ich denke, der weiß auch wovon er schreibt. Kann ihm aus Erfahrung nur zustimmen. Viele Kiffer trinken, wenn sie nichts zu rauchen haben-oder zu tun beides gleichzeitig. Kann das an meinem Mann und seinem gesamten Freundeskreis feststellen. Da ist immer entweder rauchen oder saufen angesagt.

Auch greifen viele Kiffer zu härteren Drogen. Habe ich aber nie gemacht. Das Kiffen hat mir gereicht.

Es verändert einen auf jeden Fall. Man wird träge, gammelt nur noch rum und hat zu nichts mehr Bock. Bei meinem Mann kann ich sagen, das er absolut nicht in der Lage ist sich Problemen zu stellen, denn da er schon seit zig Jahren kifft, hat er das wohl verlernt. Immer wenn wir Probleme und Stress miteinander haben, greift er zur Tüte. Das Zeug scheint also auch nicht gerade beziehungsfördernd zu sein.
Ok, man kann sich ja mal im geselligen Kreis eine quarzen, aber wenn´s regelmäßig ist, ist das echt scheiße.

Ich für meinen Teil bin jedenfalls kuriert von dem Zeug, denn ich habe auch keinen Bock mehr auf Angstzustände und auf dieses absolut sinnlose Rumhängen. Letztenendes muß aber jeder selber wissen, was er tut.

   
  Die hier dargestellten Erfahrungsberichte geben subjektive Einschätzungen der erlebten Drogenwirkung wieder.

 

 
 
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