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TABAK, NIKOTIN

 

 

   
   
Substanz

Nikotin gehört zu der Stoffgruppe der Alkaloide, entsteht in der Wurzel der Tabakpflanze, wandert bei Reifung der Pflanze in die Blätter und schmeckt in der Reinform neutral.

Begleitstoffe:
Teer (sorgt für den Geschmack), Kohlenmonoxid, Benzol, Cadmium, Nitrosamine, Cyan-Wasserstoff, Stickstoff, Blausäure etc.

"liebevolle" Bezeichnungen:
Zigarette, Rettchen, Fluppe, Kippe, Zichte, Glimmstängel...

     
Wirkung

Die Freisetzung des in Tabak enthaltenen Stoffes Nikotin erfolgt sofort beim Anzünden der Zigarette. Nikotin gelangt, gebunden an Teerteilchen zuerst in die Lunge und von dort ins Blut. Bereits nach 7 Sekunden erreichen die Nikotinmoleküle das Gehirn, heften sich an die Nervenzellen und beeinflussen so deren Aktivitäten.

Nikotin wird ein anregender, bei höherer Dosierung beruhigender und muskelentspannender Einfluss zugesprochen. Es mildert Hunger-, Angst- und Aggressionsgefühle.

Die tödliche Dosis von Nikotin liegt bei ca. 50 mg.

     
Kurzzeit- nebenwirkungen

Bei regelmäßigem Konsum:
Verengung der Blutgefäße durch vermehrte Freisetzung von Adrenalin, Anstieg von Blutdruck und Herzfrequenz, erhöhte Aktivität des Magen-Darm-Traktes, Verringerung des Appetits und Hungergefühls

Bei Erst- oder Wiederkonsum können auch schon bei geringen Konsumeinheiten Blutdruckabfall, herabgesetzte Körpertemperatur, Übelkeit/Brechreiz und Schwindelgefühle auftreten.

Nikotin wird beim Rauchkonsum vom menschlichen Körper relativ schnell abgebaut, ist in "Reinform" nicht krebserregend oder gesundheitsschädlich, jedoch in stetiger Kombination mit seinen Begleitstoffen (Teer, Kohlenmonoxid, ...) eines der stärksten pflanzlichen Zell-/ Nervengifte!

     
Langzeit- nebenwirkungen

Mögliche gesundheitliche Schädigungen des Körpers auf Grund der zahlreichen Begleitstoffe des Tabakrauchs:

Erhöhtes Risiko für Herz- und Lungenerkrankungen durch Teerablagerungen in Lunge und Blutgefäßen (Asthma, chronische Bronchitis, Herzinfarkt, Schlaganfall, Thrombose).

Die Begleitstoffe beim Rauchen enthalten krebsfördernde Substanzen/ Reizstoffe, die eine vermehrte Schleimproduktion stimulieren, sowie die Sauerstoffmenge im Blut verringern.

Des Weiteren wird die Magenschleimhaut angegriffen; dies kann zu Magen-geschwüren führen.

Einschränkung des Geruchs- und Geschmackssinnes wahrscheinlich.

Psychische Abhängigkeit ist möglich. Bei "Entzug" sind Depressionen, Angstgefühle, Schlaflosigkeit, Unruhe und Gewichtszunahme möglich.

   
Wechsel-wirkungen  Tabak + Crack/Freebase: führt zu Gefäßverengung - Schlaganfall möglich!

Tabak + Cannabis: Erhöhtes Risiko von Atemwegserkrankungen. Nikotin unterdrückt die THC-Wirkung, während THC die Nikotinwirkung steigert.

Tabak + Medikamente: Nikotin schwächt schlaffördernde Wirkung der Benzodiazepine und die schmerzhemmende Wirkung von Opioiden.

Tabak + Speed: Anstieg von Herzfrequenz und Blutdruck.

Tabak + Kokain: Anstieg von Herzfrequenz und Blutdruck. Kann bei entsprechender Ausgangssituation zu lebensbedrohlichen Zuständen führen!

Tabak + Ecstasy: Anstieg von Herzfrequenz und Blutdruck.

   
Safer use

Nikotin wird leicht von allen Hautoberflächen im oder auf dem Körper aufgenommen. Es ist daher möglich, risikoärmere Konsumformen wie Schnupfen (Schnupftabak) und Kauen (Kautabak, Nikotinkaugummis) oder Pflaster zu wählen.

Personen mit Herz-Kreislauf-Problemen, Lungen- und Atembeschwerden (Asthma, Bronchitis) sollten keinen bzw. nur kontrolliert Tabak konsumieren.

Achtet darauf, Eure Mitmenschen und vor allem Kindern nicht dem Rauch auszusetzen, denn auch das kann zu gesundheitlichen Schädigungen führen.

   
Female Special 

Frauen, die mit der Pille verhüten, haben bei Tabakkonsum ein erhöhtes Risiko, Durchblutungsstörungen, eine Thrombose und hierdurch möglicherweise einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder eine Lungenembolie (Verschluss von Blutgefäßen in Lunge) zu erleiden.

Neben den vielen allseits bekannten Organschäden reduziert Rauchen auch den weiblichen Östrogen-Spiegel. Das kann die Fruchtbarkeit mindern und später zu einem früheren Eintritt in die Wechseljahre sowie zu Osteoporose (Knochenbrüchigkeit) führen.

Vom Rauchen während der Schwangerschaft ist grundsätzlich abzuraten, denn die Gefahr von Früh-, Fehl- bzw. Totgeburten und Entwicklungs- bzw. Wachstumsstörungen des heranwachsenden Kindes erhöht sich um ein Vielfaches. Nikotin sorgt für eine Minderdurchblutung der Nabelschnur und damit für eine Unterversorgung des Babys. Dadurch besteht eine erhöhte Neigung zu Miss- bzw. Fehlbildungen oder Untergewichtigkeit der Neugeborenen.

     
  

Diese Informationen sind keine Anleitung oder Motivierung zum Drogenkonsum! Tabak unterliegt nicht dem BtMG, jedoch dem Jugendschutzgesetz. Der Erwerb von Tabak ist seit dem 01.09.2007 für Jugendliche unter 18 Jahren untersagt. Tabak darf nicht an unter 18Jährige verkauft werden.

Dieser Text wurde nach bestem Wissen und Gewissen verfasst. Dennoch können Irrtümer nicht ausgeschlossen werden. Die Drug Scouts übernehmen keine Haftung für Schäden, die durch irgendeine Art der Nutzung der Informationen dieses Textes entstehen.

     
  

NEWS ZU TABAK

 

  
 

sehr ausführliche Informationen zur aktuellen Diskussion über das Rauchverbot findet Ihr unter http://spitzen-infos.de/rauchverbot

www.rauchfrei.de
mit Nikotinsucht-Test-Online und Raucherkosten-Onlinerechner

Deutsche Krebshilfe

Tobacco-BBS...
die weltbeste Tabak-Seite

www.smokeless.de
Informationen zu smokeless tobacco/Snus

[ERFAHRUNGEN MIT TABAK / NIKOTIN]